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Folge 4. Teurer Schrott - Sind Windkraftanlagen ewiger Müll?

Windkraftanlagen sind wichtiger Bestandteil der Energiewende. Und sie sind zugleich Hassobjekt der Gegner der Erneuerbaren. Neben "hässlich", "Vogelhäcksler", Infraschall Feinstaub, was wir in Folge zwei dieser Serie bereits alles wissenschaftlich entkräftet haben, wird immer wieder behauptet, man könne die Anlagen nicht recyclen. Vor allem die Rotoren und die Fundamente seien ewiger Müll. Doch auch das stimmt nur bedingt. Während die Fundamente beinahe vollständig wieder genutzt werden können, sind die Rotoren eien Herausforderung. Aber auch hier sind Lösungen bereits in Sicht. Oder schon da. Aber lest selbst.




Von Dirk Neubauer
Von Dirk Neubauer

Der Ausbau der Windenergie ist eine entscheidende Säule der Energiewende. Angesichts der typischen Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren erreicht die erste große Generation von Windenergieanlagen (WEA) nun das Ende ihres Betriebszyklus, was ein professionelles End-of-Life-Management unabdingbar macht. Dieser Bericht beleuchtet den aktuellen Stand des Recyclings und die damit verbundenen Herausforderungen.


Die Windindustrie verweist häufig auf eine beeindruckende Recyclingquote von bis zu 90 Prozent des Gesamtgewichts einer Anlage. Eine tiefgreifende Analyse der Materialzusammensetzung zeigt jedoch, dass dieser Wert primär durch die effektive Wiederverwertung der Hauptkomponenten – Beton und Stahl – erreicht wird. Die größte technische und wirtschaftliche Herausforderung stellen die Rotorblätter dar. Obwohl sie nur bis zu 5 Prozent des Gesamtgewichts ausmachen, bestehen sie aus komplexen Faserverbundwerkstoffen, deren hochwertige stoffliche Wiederverwertung noch nicht flächendeckend etabliert ist. Die derzeit gängige Praxis der Verwertung in der Zementindustrie führt zu einem Verlust der wertvollen Materialeigenschaften.


Für eine wirklich nachhaltige Kreislaufwirtschaft ist ein grundlegender Wandel erforderlich. Dieser umfasst die Entwicklung und Etablierung fortschrittlicher Recyclingtechnologien wie Pyrolyse und Solvolyse, die Etablierung von Märkten für Sekundärrohstoffe sowie die Gestaltung zukünftiger Anlagen, die von vornherein für eine hochwertige Wiederverwertung konzipiert sind. Mit zunehmenden Abfallmengen und klaren politischen Vorgaben rückt die Schaffung eines echten Kreislaufs für alle Komponenten in den Fokus.


Doch hier gibt es aktuell spannende Entwicklungen. Vestas, einer der führenden Hersteller von Windkraftanlagen, hat ein Verfahren entwickelt, indem Harze und Fasern wieder aufgetrennt werden können. Damit wird es möglich werden, 100 Prozent des Materials wieder in den Kreislauf zu bringen und neue Rotoren daraus herzustellen. Der Prozess nennt sich Solvolyse. Dieses chemische Verfahren nutzt Lösungsmittel, um die Harzmatrix aufzulösen und die Fasern zu trennen. Vestas hat nach eigenen Angaben ein solches chemisches Verfahren entwickelt, um Rotorblätter zu 100 Prozent in den Kreislauf zurückzuführen.    Recycelte Kohlenstofffasern aus diesen Prozessen haben laut Forschungsinstituten größtenteils vergleichbare Eigenschaften wie neue Fasern. Sie wären damit für die Automobil- oder Sportindustrie interessant, jedoch nicht für neue Rotorblätter, die extrem hohe strukturelle Anforderungen haben.   


Windräder aus Holz



Neben dem Recycling herkömmlicher Rotorblätter gibt es auch Bestrebungen, Windkraftanlagen aus nachhaltigeren Materialien zu bauen. Einige Hersteller, wie das deutsche Start-up Voodin Blade Technology, entwickeln Rotorblätter aus Furnierschichtholz. Voodin Blade hat kürzlich erste Prototypen von 19,3 Metern Länge an einer bestehenden Anlage in der Nähe von Kassel installiert. Das Unternehmen plant, in einem nächsten Schritt auch längere Rotorblätter mit bis zu 80 Metern Länge zu testen. Laut Voodin Blade sind Holzblätter sogar haltbarer als Glasfaserblätter, da sie weniger Ermüdungserscheinungen aufweisen.   


Auch für die Windradtürme wird Holz als Alternative zu Stahl und Beton erforscht. Unternehmen wie Modvion und Timber-Tower entwickeln Holztürme, die eine bessere CO2-Bilanz aufweisen. Modvion hat in Schweden bereits einen 105 Meter hohen Holzturm errichtet, der mit einer Vestas-Turbine kombiniert wurde. Solche modularen Holztürme sind leichter zu transportieren und können mit herkömmlichen Lastwagen angeliefert werden.   



Die Realität hinter der Recyclingquote


Der ökologische Fußabdruck von Windenergieanlagen wird in ihrer gesamten Lebensdauer betrachtet, von der Produktion über den Betrieb bis hin zum Rückbau und Recycling. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Wiederverwertbarkeit der verbauten Materialien. Branchenverbände wie der WindEurope Association und der Bundesverband Windenergie (BWE) geben an, dass bereits heute bis zu 90 Prozent der Komponenten einer Windenergieanlage in etablierte Recyclingkreisläufe zurückgeführt werden können.1 Unabhängige Analysen bestätigen, dass 80 bis 90 Prozent der Gesamtmasse einer Anlage der Wiederverwertung zugeführt werden.4

Die hohe Verwertungsquote ergibt sich aus der Materialzusammensetzung nach Gewicht. Die massivsten Bauteile sind das Fundament und der Turm, die den Großteil der Anlagenmasse ausmachen. Beton kann bis zu 65 Prozent des Gesamtgewichts ausmachen, während Stahl bis zu 35 Prozent des Gesamtgewichts beisteuert.1 Bei Anlagen mit Betontürmen kann der Anteil von Fundament und Turm sogar 80 bis 90 Prozent der Gesamtmasse betragen.8

Im Gegensatz dazu machen die Rotorblätter, die in der öffentlichen Debatte oft im Mittelpunkt der Recyclingproblematik stehen, nur einen vergleichsweise geringen Anteil von bis zu 5 Prozent des Gesamtgewichts einer Windenergieanlage aus.1 Die Dominanz der gut recycelbaren Materialien Beton und Stahl verschiebt die Statistik und lässt die Gesamtbilanz sehr positiv erscheinen. Dies verdeutlicht, dass die quantitative Recyclingquote die qualitative Herausforderung der Wiederverwertung der komplexesten Bauteile nicht ausreichend abbildet. Für ein wirklich nachhaltiges System kommt es nicht nur darauf an, wie viel Masse recycelt wird, sondern auch, wie hochwertig die gewonnenen Sekundärrohstoffe sind.

Die folgende Tabelle veranschaulicht die Verteilung der Hauptmaterialien und ihren Recyclingstatus.



Komponente

Dominante Materialien

Gewichtsanteil (ca.)

Recyclingstatus

Fundament & Turm

Beton, Stahl, Hybrid

Bis zu 90%

Etabliert, hohe Verwertungsquote 5

Gondel & Elektronik

Stahl, Aluminium, Kupfer, Seltene Erden

Ca. 5-15%

Etabliert (Metalle), Entwicklung (Seltene Erden) 2

Rotorblätter

Faserverbundwerkstoffe (GFK, CFK), Harze

Bis zu 5%

Herauszufordernd, aktuelle Verfahren oft Downcycling 1








II. Etablierte Kreisläufe: Recycling der Hauptkomponenten


Die Wiederverwertung der massenintensiven Komponenten einer Windenergieanlage ist technisch weitgehend gelöst und in etablierten Industriekreisläufen verankert. Der Prozess des Rückbaus ist standardisiert und wird in Regelwerken wie der DIN SPEC 4866 geregelt.5


Turm und Fundament


Der Turm, das größte und schwerste Bauteil einer WEA, besteht üblicherweise aus Stahl oder Beton, oft auch in Hybridbauweise.1 Das Fundament ist nahezu immer aus Stahlbeton gefertigt.8 Der Rückbau und das Recycling dieser Materialien gelten als unproblematisch. Stahl und andere Metalle werden nach der Demontage als Rohmaterial an Verwertungsunternehmen verkauft, eingeschmolzen und für neue Konstruktionen wiederverwendet.1

Der Beton wird fachgerecht zerlegt und kann direkt vor Ort zerkleinert werden.3 Der resultierende Betonschutt findet als Aufschüttung im Straßen- und Wegebau Verwendung oder kann als Rohstoff für die Herstellung von Recyclingbeton dienen.1


Gondel und Elektronik


Die Gondel, die die Maschinenteile beherbergt, besteht hauptsächlich aus Stahl.8 Darüber hinaus enthält sie wertvolle Metalle wie Kupfer in der Verkabelung und Aluminium.1 Kupfer kann ideal wiederverwertet werden, wobei ausgediente Teile vom Metallhandel erfasst und an Kupferhütten zum Einschmelzen weiterverkauft werden.8 Aluminiumrecycling ist ebenfalls sehr effizient und verbraucht weniger als ein Zehntel der Energie, die für die Primärproduktion benötigt wird.6

Eine besondere strategische Bedeutung kommt den Seltenen Erden zu, die in getriebelosen Generatoren von Windkraftanlagen verbaut sind. Ein Offshore-Windrad kann bis zu 300 Kilogramm dieser Metalle enthalten.8 Die globale Nachfrage nach Kupfer und Seltenen Erden wird durch die Elektrifizierung und die Energiewende massiv steigen. Prognosen gehen davon aus, dass bis 2050 mehr Kupfer benötigt wird, als zwischen 1900 und 2021 weltweit verbraucht wurde.8 Die Wiederverwertung dieser kritischen Rohstoffe ist somit nicht nur eine Frage des Umweltschutzes, sondern eine zentrale Komponente der nationalen und europäischen Rohstoffsicherungsstrategie. Pyrometallurgische und chemische Verfahren zur Rückgewinnung dieser Metalle werden intensiv erforscht.8


Die größte Herausforderung: Das Recycling der Rotorblätter


Die größte verbleibende Hürde im Recyclingprozess von Windenergieanlagen sind die Rotorblätter. Ihr Recycling stellt Fachleute vor große Probleme, da die Materialien fest miteinander verbunden sind.2


Der komplexe Materialmix


Moderne Rotorblätter werden in sogenannter Sandwichbauweise hergestellt und bestehen aus einem komplexen Mix aus Faserverbundwerkstoffen, Balsaholz oder Kunststoffschaum.1 Als Verstärkungsfasern dienen hauptsächlich Glasfasern (GFK) und in größeren Anlagen zunehmend Kohlenstofffasern (CFK).6 Diese Fasern sind in eine Matrix aus duroplastischem Kunststoffharz eingebettet, meist Epoxid-, Polyester- oder Vinylesterharz.6 Zusätzlich können die Blätter Metallelemente für den Blitzschutz 6 oder sogar gefährliche Abfälle wie Bleischrot enthalten.5 Die Kombination dieser Materialien verleiht den Blättern die nötige Leichtigkeit und Stabilität für eine lange Lebensdauer, macht sie jedoch extrem schwer trennbar.4


Aktuelle Verwertungsverfahren


Da die Deponierung von Rotorblättern in Deutschland seit 2005 verboten ist, muss der größte Teil anderweitig verwertet werden.1 Die am weitesten verbreitete Methode ist die thermische und stoffliche Verwertung in der Zementindustrie. Dabei werden die zerkleinerten Blätter als Ersatzbrennstoff verwendet, während die verbleibende Glasasche als Rohstoffersatz für Sand im Zement dient.4 Unternehmen wie die Neocomp GmbH in Bremen können auf diese Weise jährlich bis zu 120.000 Tonnen Alt-GFK verarbeiten.6 Obwohl diese Methode eine 100-prozentige Verwertungsquote ermöglicht, geht dabei die ursprüngliche Materialqualität der Fasern vollständig verloren. Die wertvollen, aufwendig hergestellten Glas- und Carbonfasern werden zu einem einfachen Füllstoff degradiert, ein Prozess, der als „Downcycling“ bezeichnet wird. Dies ist eine pragmatische, aber keine hochwertige Lösung.


Zukünftige Lösungen und Forschung


Um eine echte Kreislaufwirtschaft zu erreichen, werden neue Verfahren erforscht, die eine hochwertige stoffliche Wiederverwertung ermöglichen.

  • Pyrolyse: Dieses thermische Zersetzungsverfahren erhitzt die Rotorblattmaterialien unter Ausschluss von Sauerstoff auf 600 bis 800 °C. Dabei wird die Harzmatrix zersetzt, während die Fasern intakt bleiben und in ihrer ursprünglichen Form zurückgewonnen werden können.3 Das Fraunhofer-Institut forscht an neuen Pyrolysetechnologien, um auch dickwandige Bauteile wirtschaftlich zu recyceln, unter anderem mit einem Mikrowellen-Pyrolyseverfahren.17

  • Solvolyse: Bei diesem chemischen Verfahren wird die Harzmatrix durch Lösungsmittel aufgelöst, um die Fasern zu trennen.8 Der Hersteller Vestas gibt an, ein solches chemisches Verfahren entwickelt zu haben, um Rotorblätter zu 100 Prozent wieder in den Kreislauf zurückführen zu können.19

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die verschiedenen Recyclingverfahren für Rotorblätter.


Verfahren

Beschreibung

Qualität des Rezyklats

Aktueller Status

Co-Processing

Mechanische Zerkleinerung; Einsatz als Brennstoff und Rohstoffersatz in der Zementindustrie 4

Verlust der Materialeigenschaften der Fasern; Downcycling 4

Etablierter Industriestandard in Deutschland 4

Pyrolyse

Thermische Zersetzung in sauerstofffreier Umgebung bei hohen Temperaturen 17

Fasern werden in ihrer ursprünglichen Form zurückgewonnen 3

Aktive Forschung (z.B. Fraunhofer); Prototypanlagen 17

Solvolyse

Auflösung der Harzmatrix durch chemische Lösungsmittel 8

Fasern werden getrennt und bleiben erhalten 19

Forschung und Entwicklung; erste Herstellerlösungen angekündigt 19

Second Life

Wiederverwendung der Blätter oder Teile davon für neue Produkte (z. B. Möbel) 2

Keine Wiederverwertung der Ausgangsmaterialien

Kreative Alternativnutzung; nicht für Massenrecycling geeignet 2


Abfallprognosen


Der Bedarf an neuen, hochwertigen Recyclinglösungen ist dringend, da in den kommenden Jahren und Jahrzehnten mit einem massiven Anstieg des Abfallaufkommens zu rechnen ist. Das Umweltbundesamt prognostiziert für dieses Jahrzehnt ein jährliches Abfallvolumen von bis zu 20.000 Tonnen Rotorblattmaterial. In den 2030er-Jahren wird diese Menge auf bis zu 50.000 Tonnen pro Jahr ansteigen.4 Bis zum Jahr 2040 werden kumulativ bis zu 430.000 Tonnen GFK-Abfälle und bis zu 212.000 Tonnen GFK/CFK-Abfälle erwartet.5 Diese „Müllwelle“ kann nicht dauerhaft über Downcycling in der Zementindustrie bewältigt werden, sondern erfordert skalierbare, industriell anwendbare Recyclingverfahren.


Logistik, Ökonomie und Regulierung



Logistische Herausforderungen


Der Rückbau von Windenergieanlagen ist ein komplexer Prozess, der eine sorgfältige Planung erfordert.9 Die großen und sperrigen Bauteile, insbesondere die bis zu 50 Meter langen und über 25 Tonnen schweren Rotorblätter, stellen erhebliche logistische Herausforderungen für Demontage, Transport und Zerkleinerung dar.1 Eine Vorzerkleinerung der Blätter vor Ort ist oft notwendig, um den Transport zu erleichtern. Dabei müssen jedoch strikte Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, um die Freisetzung feiner Fasern und Stäube zu verhindern, die gesundheitliche Risiken darstellen können.6


Rechtlicher und politischer Rahmen


Der rechtliche Rahmen ist entscheidend für die Entwicklung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Das seit 2005 in Deutschland geltende Deponierungsverbot für Rotorblätter hat die Branche gezwungen, alternative Verwertungswege zu finden.1 Auf europäischer Ebene zielt der "Clean Industrial Deal" der Europäischen Umweltagentur (EEA) auf ein europaweites Deponieverbot und eine 100-prozentige Wiederverwendung, Recycling oder Verwertung von ausrangierten Rotorblättern ab.1 Branchenverbände wie der BWE drängen zudem auf die Schaffung einheitlicher, globaler oder zumindest europäischer Standards für Rückbau und Recycling, um den Prozess zu vereinheitlichen.2


Ökonomische Aspekte


Die Umsetzung hochwertiger Recyclingverfahren steht oft im Konflikt mit der Wirtschaftlichkeit. Während die thermische Verwertung in der Zementindustrie eine kostengünstige und etablierte Option darstellt, sind fortschrittliche Technologien wie Pyrolyse und Solvolyse energieintensiv und erfordern hohe Investitionen.8 Es fehlt zudem ein etablierter, liquider Markt für die aus diesen Prozessen gewonnenen Sekundärrohstoffe. Die geringere Nachfrage nach recycelten Materialien, oft verbunden mit Vorbehalten aufgrund potenzieller Qualitätseinbußen, macht die hochwertigere Verwertung wirtschaftlich weniger attraktiv.6 Dies erzeugt einen wirtschaftlichen Fehlanreiz, der die Branche dazu veranlasst, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen, anstatt die ökologisch und strategisch vorteilhafteren Lösungen zu priorisieren.


Fazit und Ausblick


Das Recycling von Windenergieanlagen ist ein differenziertes Thema. Die hohe Gesamt-Recyclingquote von bis zu 90 Prozent ist eine beeindruckende Kennzahl, die jedoch durch die einfache Wiederverwertbarkeit der gewichtigen Hauptkomponenten Beton und Stahl verzerrt wird. Das zentrale Problem der Faserverbundwerkstoffe in den Rotorblättern, die nur einen kleinen Teil der Gesamtmasse ausmachen, bleibt bestehen. Die derzeitige thermische Verwertung in der Zementindustrie ist eine zweckmäßige Lösung, die jedoch die materialimmanenten Eigenschaften der hochwertigen Fasern irreversibel zerstört. Doch die aktuellen Entwicklungen zeigen auf, dass auch hier eine zeitnahe Lösung in Serie gehen wird.


Die Zukunft der Windenergie-Kreislaufwirtschaft liegt in einem Paradigmenwechsel, der über die reine Abfallverwertung hinausgeht und die Materialien als wertvolle Sekundärrohstoffe begreift. Die Forschung an Pyrolyse, Solvolyse und anderen chemischen Verfahren zeigt vielversprechende Ansätze zur Rückgewinnung von Fasern und Harzen für die Herstellung neuer Produkte. Um dies zu realisieren, sind jedoch nicht nur technische Innovationen, sondern auch ein robustes Marktumfeld und klare politische Anreize notwendig. Die erwarteten, massiv steigenden Abfallmengen der 2030er-Jahre werden den Druck erhöhen, skalierbare und wirtschaftliche Lösungen zu finden, die den technologischen und ökologischen Ansprüchen der Energiewende gerecht werden. Windenergieanlagen der nächsten Generation müssen von Anfang an so konzipiert sein, dass ihr Rückbau und die Trennung der Komponenten Teil ihres Lebenszyklus sind. Trotz allem muss man feststellen, dass eine moderne Windkraftanlage bereits nach 18 Monaten Betrieb CO2-neutral ist und ab da das Treibhausgas einspart.





Referenzen

  1. Recycling von Windrädern - EnBW, Zugriff am August 24, 2025, https://www.enbw.com/unternehmen/themen/windkraft/windrad-recycling.html

  2. Recycling von Windkraftanlagen: Herausforderungen und kreative Ideen - ingenieur.de, Zugriff am August 24, 2025, https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/recycling-von-windkraftanlagen-loesungsansaetze-zwischen-standards-und-kreativitaet/

  3. Rückbau und Recycling von Windenergieanlagen - Bundesverband WindEnergie e.V., Zugriff am August 24, 2025, https://www.wind-energie.de/fileadmin/redaktion/dokumente/publikationen-oeffentlich/themen/02-technik-und-netze/09-rueckbau/BWE-Hintergrundpapier_Recycling_von_Windenergieanlagen_-_20191115.pdf

  4. Recycling beim Windrad: Neue Konzepte für Rotorblätter - ZDFheute, Zugriff am August 24, 2025, https://www.zdfheute.de/wissen/klima-windenergie-windrad-recycling-100.html

  5. Beanspruchung und Recycling von Windkraftanlagen sowie damit ..., Zugriff am August 24, 2025, https://www.bundestag.de/resource/blob/971028/29bb3715fa9761cc30e124883618a811/WD-8-040-23-pdf-data.pdf

  6. Rückbau und Recycling von Windenergieanlagen - Bundesverband ..., Zugriff am August 24, 2025, https://www.wind-energie.de/fileadmin/redaktion/dokumente/publikationen-oeffentlich/themen/02-technik-und-netze/09-rueckbau/20230801_BWE-Informationspapier_Rueckbau_und_Recycling_von_Windenergieanlagen.pdf

  7. Recycling: Rohstoffe aus Windanlagen - energiezukunft, Zugriff am August 24, 2025, https://www.energiezukunft.eu/erneuerbare-energien/windenergie/rohstoffe-aus-windanlagen

  8. Woraus Windräder bestehen - EnergieWinde - Ørsted, Zugriff am August 24, 2025, https://energiewinde.orsted.de/energiewirtschaft/windraeder-bestandteile-rohstoff-versorgung-recycling

  9. Rotorblattaufbereitung und Recycling von Faserverbundwerkstoffen - Umweltbundesamt, Zugriff am August 24, 2025, https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/produktverantwortung-in-der-abfallwirtschaft/windenergieanlagen/rotorblattaufbereitung-recycling-von

  10. Rückbau und Recycling - Fachagentur Wind und Solar, Zugriff am August 24, 2025, https://www.fachagentur-wind-solar.de/wind/rueckbau-und-recycling

  11. Turm und Mast | BWE e.V., Zugriff am August 24, 2025, https://www.wind-energie.de/themen/anlagentechnik/konstruktiver-aufbau/turm-und-mast/

  12. Windanlagen: Rotorblätter mit Recycling-Problem - DER SPIEGEL, Zugriff am August 24, 2025, https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/windanlagen-rotorblaetter-mit-recycling-problem-a-4a2c64ed-2359-4711-b808-8eb216675f41

  13. Wissenswertes rund ums Rotorblatt - cp.max Rotortechnik GmbH & Co. KG, Zugriff am August 24, 2025, https://www.cpmax.com/de/rotorwiki.html

  14. Möglichkeiten zur Wiederverwertung von Rotorblättern von Onshore‐Windenergieanlagen - Bundesverband WindEnergie e.V., Zugriff am August 24, 2025, https://www.wind-energie.de/fileadmin/redaktion/dokumente/hintergrundpapiere-oeffentlich/themen/Technik/20171221_hintergrundpapier_moeglichkeiten_des_recyclings_von_rotorblaetter.pdf

  15. Herausforderungen GFK-Recycling - Fachagentur Wind, Zugriff am August 24, 2025, https://www.fachagentur-wind-solar.de/fileadmin/Veranstaltungen/2018/2018-09-04_Fachaustausch_Brechen_und_Sieben/FA-Wind_Vortrag_Brechen_Sieben_Lange_2018-09-04.pdf

  16. Co-processing von Rotorblättern und GFK im Zementwerk - 28. Abfalltagung des LLUR am 05. April 2017 – Tanja Freiburg, Geocycle - schleswig-holstein.de, Zugriff am August 24, 2025, http://www.schleswig-holstein.de/DE/fachinhalte/A/abfallwirtschaft/Downloads/abfalltagungen/2017_Freiburg.pdf?__blob=publicationFile&v=2

  17. RE_SORT – Nachhaltiges und wirtschaftliches Recycling von ..., Zugriff am August 24, 2025, https://www.wki.fraunhofer.de/de/forschungsprojekte/2023/re-sort-windkraft-rotorblatt-recycling-mittels-faserverbundkunststoff-pyrolyse.html

  18. Pyrolyseverfahren versprechen nachhaltiges Recycling von Faserverbundwerkstoffen aus Rotorblättern - Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Zugriff am August 24, 2025, https://www.ifam.fraunhofer.de/de/Presse/pyrolyseverfahren-versprechen-nachhaltiges-recycling-von-faserverbundwerkstoffen-aus-rotorblaettern.html

  19. Aus alt mach neu. Vestas bietet Lösung für Rotorblatt-Recycling ..., Zugriff am August 24, 2025, https://www.ews-consulting.com/unternehmen/news/detail/aus-alt-mach-neu-vestas-bietet-loesung-fuer-rotorblatt-recycling

100 Prozent Recyclingquote von Rotorblättern - Vattenfall, Zugriff am August 24, 2025, https://group.vattenfall.com/de/newsroom/pressemitteilungen/2021/verzicht-deponierung-rotorblaetter

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